Dann musste ich mich
aber doch noch fürn Stündchen aufs Ohr hauen. Denn in diesem Billigflieger war
es nahezu unmöglich mal kurz zu schlafen.
Schließlich hieß es
aber, aufstehen und das Auto schonmal für den Trip vorbereiten, denn in 2 Tagen
sollte es ja auch schon los gehen. Am Ende des Tages war es dann vollbracht,
mein Auto hat nun Gardienen. Dank Ikea war das anbringen auch
"kinderleicht". Mal gucken wie lange sie nun halten und vorallem wie
oft sie tatsächlich gebraucht werden.
Am nächsten Tag stand
ein Treffen mit Sarah an. Sie kommt ursprünglich aus Schleswigholstein und ist
gerade mit ihrem Sozialpädagogik-Studium fertig. Nachdem ich sie vom Bahnhof
abgholt habe und wir uns besser kennen gelernt haben, zeigte ich ihr mein Auto
und besprach mit ihr die erste Route. Check!- Nun sind wir also drei :)
Der weitere Tag
gestalltete sich sehr hektisch und die Zeit rannte nur so davon. Ich musste
noch einkaufen und das Auto beladen, mein Zimmer für das neue Au Pair
einrichten und (davor graute mir) meinen Backpack neu bepacken. Um 0:30 Uhr war
es dann vollbracht. Mein gesamtes Hab und Gut war im Auto verstaut. Mich plagte
nur etwas das schlechte Gewissen, da ich einen Essensvorrat für gefühlte 12
Monate im Auto eingelagert habe. Und die anderen Mädels hatte ihren Kram noch
gar nicht im Auto.... Naja ich dachte mir: "Es ist ja mein Auto, dann kann
ich auch das meiste Zeugs dabei haben."
Um halb 6 klingelte
am Freitag Morgen mein Wecker. Einen kleinen Rest musste ich noch ins Auto
laden, anschließend Sarah vom Bahnhof abholen, zu Annika, einkaufen und dann
endlich los. Auf dem Supermarktparkplatz habe wir die Einkäufe verstaut. Uns
war das kleine Chaos im Auto erstmal egal, wir wollten nur noch los. Jetzt noch
schnell meine Arbeitsklamotten im Café abgeben und dann aber wirklich auf die
Straße. Im Café habe ich mich noch von einigen Kollegen verabschiedet und sogar
noch einen "Soy-Flat White" umsonst bekommen.- Das war genau die Abschiedsscene,
die ich immer im Kopf hatte, wenn ich Perth verlassen wollte: Bei meiner Arbeit
vorbei und einen Take Away Kaffee mit ins Auto nehmen, Sonnenbrille auf und
LOS!
Road Trip :) Erster
Stop: Pinnacles
Nach ca. 250 Km
erreichten wir den ersten Nationalpark unserer Strecke, den Nambung NP.
Highlight des Parks sind die berühmten Pinnacles. Der Eintritt kostete uns $11.
Dann hieß es raus aus dem Auto, Kamera gezückt und Fotos gemacht. Juhu wir
fotografieren Sandfelsen :) Vom Prinzip nicht wirklich spannend. Aber es ist
schon ein athemberaubendes schönes Naturphänomen. Nun konnten wir also den
ersten Hacken, der To Do List machen.
Da es schon langsam
anfing zu dämmern, hieß es einen geeigneten Schlafplatz für die Nacht zu
suchen. Einfach so an der Straße stehen und wild campen ist jedoch hier überall
verboten, wenn du es doch machst kommt der Ranger, wenn man Pech hat, kann man
schonmal eine Strafe von $1000 blechen. Einen kostenlosen Campingplatz fanden
wir auch nicht. Hmmm also was nun? Naja gut, dann kann man ja auch mal bei
einer Farm nett nachfragen. Und das taten wir auch. Bei drei so netten Mädels,
sollte das doch kein Problem sein. War es auch nicht. Die Familie der Farm war
total nett. Wir durften in ihrer Scheune schlafen, die sogar eine eigene
Toilette und Dusche hatte. Totaler Luxus war jedoch das heiße Wasser :) Später
brachte uns der Farmer noch ein bisschen Kuchen und eine Einladung zum Dinner
bekamen wir sogar auch noch. DIese nahmen wir jedoch nicht an. Wir wollten auch
nicht übertreiben (beim nächsten Mal aber bestimmt).
In der großen Scheune
nutzten wir die Gelegenheit das Auto intelligenter zu packen. Später schlugen
wir unser Nachtlager in der Scheune auf. Wir schliefen gemeinsam auf meiner
großen Matratze in einem Nebenzimmer der Scheune. Es war soo dunkel in dieser
Scheune, so dass ich gar nicht richtig schlafen konnte. Aber diese erste Nacht,
gestalltete sich einfach nur perfekt! Besser kann der Trip gar nicht starten.
Annika, Sarah und ich einigten uns darauf, öfter eine Farm zum Schlafen
aufzusuchen. Am nächsten Morgen genossen wir unser erstes gemeinsames
Frühstück. Zu gut, dass wir einen Wasserkocher dabei haben. Leider frisst er zu
viel Strom, so dass wir ihn nicht an der Autobatterie anschließen können. Aber
in der Scheune haben wir ja Strom.
Zum Abschied schenkte
uns der Farmer eine ganze Tüte Passionfruits. Einfach nur herrlich. So kann der
Trip weitergehen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen