Derzeit sind wir 4
Wwoofer. Sarah, Annika, eine Franzosin ( Laurie) und Ich. Die Franzosin spricht
nur sehr sehr schlecht englisch, aber es ist sehr witzig sich mit ihr zu
unterhalten bzw ihr zuzuhören, wenn sie versucht den Gästen, den Weg zu den
Stromatolithen zu erklären.
An dem Tag unserer
Anreise, habe uns die vorherigen Wwoofer ein wenig eingearbeitet, doch wir
haben schnell unseren eigenen Stil gefunden. Typisch deutsch, haben wir uns am
zweiten Tag einen Schichtplan geschrieben, um die Arbeitszeiten ein wenig zu
struckturieren und vor allem zu lockern.
Man kann sich
vorstellen, dass viel Arbeit anfällt und wir oft 8 Stunden arbeiten. Doch Ich
persönlich sehe diese Arbeit nicht als schwer an und helfe Trisch (Patricias
Spitzname) gerne. Sie ist ursprünglich gelernte Köchin und hatte bereits
mehrere eigene Restaurants. Sie kocht ganz gut. Leider gibt es hier im Caravan
Park nur Fertig- Gerichte für die Gäste. Ich schätze mal das liegt am ganzen
Stress. Sie muss sich um so viele Dinge gleichzeitig kümmern, da bleibt nicht
viel Zeit zum Kochen. Abends jedoch kocht sie uns immer was leckeres zu essen.
Oder aber wir kochen und dann freut sie sich immer besonders, da sie somit auch
mal Zeit für sich hat.
Ich sehe diese Zeit
als super Erfahrung. Mir macht es total Spaß Trisch in der Küche oder auf dem
Hof zu helfen. Auch ist es total spannend, dass Trisch kein frisches fließendes
Wasser hat. Aus der Leitung kommt nur Salzwasser. Trinkwasser gewinnen wir
entweder durch Regenwassertanks oder durch die Frischwassertanks, die alle paar
Monate mal aufgefüllt werden. Das heißt, schön sparsam mit dem Wasser sein.
Auch hat sie eine eigene kleine Müllhalde, zu der ich den Müll alle 2 Tage mit
ihrem alten Pcik-Up fahre. Oder beispielsweise müssen 10 km Weg zurückgelegt
werden, um die Post zu holen bzw weg zu bringen. Sie einen eigenen Briefkasten,
der am Ende der Straße (5km) steht.
Zu unseren typischen
täglichen Aufgaben gehört neben Müll einsammeln und weg bringen, die Toiletten
putzen, in der Küche helfen, die Ausenanlage sauber halten, Buchungen
bearbeiten, Telefongespräche entgegen nehmen, die Kunden bedienen, den Weg zu
den Stromatolithen erklären, Gäste im Museum herumführen und präsent sein. Die
"blödeste" Arbeit ist jedoch das Bettenbeziehen. Trisch hat mir an einem
Nachmittag gezeigt, wie dies richtig gemacht wird. Nun behersche ich den
"envelope". Das ist eine bestimmte Fallttechnick, dür die Decken und
das Bettlaken. Puh! Und da ich das so schön kann, hab ich die Aufgabe, dies zu
machen, wenn Gäste mal nicht in ihrem Caravan schlafen wollen und eines unserer
"Dongas" beziehen.
Manchmal helfe ich
Trisch auch einfach nur beim entrümpeln oder Stühle rücken. Das ist dann so ein
bisschen als wäre ich in der Gärtnerei und helfe meiner Omi.
Abends sitzen wir bei
einem gemeinsamen Dinner alle zusammen. Trisch und ich trinken dann genüsslich
ein Glas Wein oder ein Bier. Das alles läuft sehr familiär und herzlich ab,
dies ist bestimmt ein weiterer Grund, warum sie so gerne Wwoofer aufnimmt.
Um 18 Uhr ist im übrigen Bierzeit :) Aber ich
lasse sie aus. Im ganzen genehmigt sie sich gerne Abends mal einen kleinen
Schluck oder macht sich über ihre eigenen Süßigkeiten Bestände her. Aber das
ist auch in Ordnung. Sie hat so viel zu tun. Jedoch muss hier wieder darauf
geachtet werden, wie vol die Bestände noch sind. Sehr ärgerlich ist derzeit,
dass in der Kaffeemaschine kein Milchpulver mehr ist. So schäumen wir die Milch
immer selbst auf und das brauch alles seine Zeit. Wenn ein großer Ansturm von
Rentnern kommt, kann das ganz schön anstrengend werden.
Die meiste Zeit ist
es aber ruhig auf dem Gelände und wir stehen oft in der Küche und wissen nichts
mit der Zeit anzufangen, dann wird meist genascht oder wir machen uns leckeren
Kaffee oder denken uns ein Gericht für das Dinner aus. Ich freue mich immer
darauf, mit Sarah gemeinsam in der Küche arbeiten zu können, dann machen wir
uns meist leckeren Kaffee.
Ich
genieße die Zeit und bin gespannt was uns in wenigen Tagen in Monkey Mia
erwartet. Auf dem Rückweg werden wir hier noch einmal Halt machen. Trisch hat
uns nämlich zum Barbec
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