Dienstag, 31. Juli 2012

Hamelin Pool Caravan Park- Can I help you

30 km vom Overlanderroadhouse entfernt eröffnen sich die Tore zum Hamelin Pool. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf den Stromatolithen, die im Ozean gebettet vorzufinden sind. Und genau hier habe ich 11 Tage lang im Caravan Park gearbeitet. Das Besondere an diesem Caravan Park ist, dass dieser direkt am Ozean liegt und eine alte Telegrafenstation auf seinem Grundstück gebaut ist. Betrieben wird dieser Park von Patricia Cox. Ihr Mann verstarb vor 2 Jahren und nun hat sie die Ehrenvolle Aufgabe den Caravan Park alleine zu betreiben. Zur Hand gehen ihr dabei die freiwilligen Helfer (wwoofer). Man kann sich vorstellen, dass sie diese Hilfe dringend benötigt. Alles ist hier ein wenig schmuddellig und heruntergekommen, doch dies gibt dem Park einen gewissen Charme. (erinnert mich so ein bisschen an "Kube")

Derzeit sind wir 4 Wwoofer. Sarah, Annika, eine Franzosin ( Laurie) und Ich. Die Franzosin spricht nur sehr sehr schlecht englisch, aber es ist sehr witzig sich mit ihr zu unterhalten bzw ihr zuzuhören, wenn sie versucht den Gästen, den Weg zu den Stromatolithen zu erklären.

An dem Tag unserer Anreise, habe uns die vorherigen Wwoofer ein wenig eingearbeitet, doch wir haben schnell unseren eigenen Stil gefunden. Typisch deutsch, haben wir uns am zweiten Tag einen Schichtplan geschrieben, um die Arbeitszeiten ein wenig zu struckturieren und vor allem zu lockern.

Man kann sich vorstellen, dass viel Arbeit anfällt und wir oft 8 Stunden arbeiten. Doch Ich persönlich sehe diese Arbeit nicht als schwer an und helfe Trisch (Patricias Spitzname) gerne. Sie ist ursprünglich gelernte Köchin und hatte bereits mehrere eigene Restaurants. Sie kocht ganz gut. Leider gibt es hier im Caravan Park nur Fertig- Gerichte für die Gäste. Ich schätze mal das liegt am ganzen Stress. Sie muss sich um so viele Dinge gleichzeitig kümmern, da bleibt nicht viel Zeit zum Kochen. Abends jedoch kocht sie uns immer was leckeres zu essen. Oder aber wir kochen und dann freut sie sich immer besonders, da sie somit auch mal Zeit für sich hat.

Ich sehe diese Zeit als super Erfahrung. Mir macht es total Spaß Trisch in der Küche oder auf dem Hof zu helfen. Auch ist es total spannend, dass Trisch kein frisches fließendes Wasser hat. Aus der Leitung kommt nur Salzwasser. Trinkwasser gewinnen wir entweder durch Regenwassertanks oder durch die Frischwassertanks, die alle paar Monate mal aufgefüllt werden. Das heißt, schön sparsam mit dem Wasser sein. Auch hat sie eine eigene kleine Müllhalde, zu der ich den Müll alle 2 Tage mit ihrem alten Pcik-Up fahre. Oder beispielsweise müssen 10 km Weg zurückgelegt werden, um die Post zu holen bzw weg zu bringen. Sie einen eigenen Briefkasten, der am Ende der Straße (5km) steht.

Zu unseren typischen täglichen Aufgaben gehört neben Müll einsammeln und weg bringen, die Toiletten putzen, in der Küche helfen, die Ausenanlage sauber halten, Buchungen bearbeiten, Telefongespräche entgegen nehmen, die Kunden bedienen, den Weg zu den Stromatolithen erklären, Gäste im Museum herumführen und präsent sein. Die "blödeste" Arbeit ist jedoch das Bettenbeziehen. Trisch hat mir an einem Nachmittag gezeigt, wie dies richtig gemacht wird. Nun behersche ich den "envelope". Das ist eine bestimmte Fallttechnick, dür die Decken und das Bettlaken. Puh! Und da ich das so schön kann, hab ich die Aufgabe, dies zu machen, wenn Gäste mal nicht in ihrem Caravan schlafen wollen und eines unserer "Dongas" beziehen.

Manchmal helfe ich Trisch auch einfach nur beim entrümpeln oder Stühle rücken. Das ist dann so ein bisschen als wäre ich in der Gärtnerei und helfe meiner Omi.

Abends sitzen wir bei einem gemeinsamen Dinner alle zusammen. Trisch und ich trinken dann genüsslich ein Glas Wein oder ein Bier. Das alles läuft sehr familiär und herzlich ab, dies ist bestimmt ein weiterer Grund, warum sie so gerne Wwoofer aufnimmt.

 Um 18 Uhr ist im übrigen Bierzeit :) Aber ich lasse sie aus. Im ganzen genehmigt sie sich gerne Abends mal einen kleinen Schluck oder macht sich über ihre eigenen Süßigkeiten Bestände her. Aber das ist auch in Ordnung. Sie hat so viel zu tun. Jedoch muss hier wieder darauf geachtet werden, wie vol die Bestände noch sind. Sehr ärgerlich ist derzeit, dass in der Kaffeemaschine kein Milchpulver mehr ist. So schäumen wir die Milch immer selbst auf und das brauch alles seine Zeit. Wenn ein großer Ansturm von Rentnern kommt, kann das ganz schön anstrengend werden.

Die meiste Zeit ist es aber ruhig auf dem Gelände und wir stehen oft in der Küche und wissen nichts mit der Zeit anzufangen, dann wird meist genascht oder wir machen uns leckeren Kaffee oder denken uns ein Gericht für das Dinner aus. Ich freue mich immer darauf, mit Sarah gemeinsam in der Küche arbeiten zu können, dann machen wir uns meist leckeren Kaffee.
Ich genieße die Zeit und bin gespannt was uns in wenigen Tagen in Monkey Mia erwartet. Auf dem Rückweg werden wir hier noch einmal Halt machen. Trisch hat uns nämlich zum Barbec

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