Das Wwoofen neigte sich dem Ende und der Abschied von Trisch viel relativ leicht, da wir alle wussten, dass wir uns am Freitag zum BBQ wiedersehen würden. Trotzdem wurden noch schnell ein paar Abschiedsfotos gemacht und dann ging es endlich los zu den Delfinen. In Monkey Mia angekommen mussten wir als erstes eine Schranke durchqueren. Hier verlangte man bereits "Eintrittsgeld".
Monkey Mia kann man
sich wie eine große Ferienanlage vorstellen. Am Eingang bezahlt man entweder
für den Campingplatz oder für einen kleinen Bungalow. Jedoch wird beim
Passieren der Schranke eine Gebühr von den Tagesgästen verlangt. Diese Gebühr
mussten wir ein Glück nicht bezahlen. Jedoch für den Campingplatz. Auch wir als
Volunteers. 10% Rabat konnten wir dann aber noch rausschlagen :)
Um 14 Uhr hatten
Annika und Ich unsere Einweisung. Uns wurde erklärt, dass jeden Morgen zwischen
8 und 12 Uhr, 5 Delfine gefüttert werden. Zwar kommen mehrere Delfine an den
Strand geschwommen, doch sind 5 dafür speziell ausgesucht: Puck, Nicky (gerade
schwanger), Picollo, Shock und Piper. 20% des Tagesbedarf werden ihnen an jeden
Morgen zugefüttert- wenn sie dann kommen. Nicht immer haben sie Lust.
Theoretisch finden jeweils 3 Fütterungen statt, kommen sie nur 2 Mal, dann
fällt die Dritte aus. Auch werden die Fische, welche die Delfine bekommen, vor
jeder Fütterung abgweogen, dies wird zusätzlich protokolliert. Nach unserer
Einweisung war ich erstmal richtig aufgeregt. Ich hatte zwar alles verstanden,
aber wie es dann in der Praxis auszusehen hat, konnte ich mir noch gar nicht so
recht vorstellen.
Nun hieß es erstmal
Sarah suchen, die leider nicht mit uns mitarbeiten konnte. Stolz präsentierte
ich ihr mein neues Monkey Mia T-shirt. Nachdem wir unseren Stellplatz gefunden
hatten ging es erstmal an den Strand. ahhhh-Delfine!! Ganz nah am Strand. Ein
tolles Bild: Wir auf dem Steg bei Sonnenuntergang und in der Gesellschaft der
Delfine. Einfach nur herrlich.
Am nächsten Morgen
hieß es um halb 8 bereit für den neuen Job sein. Oh Gott ich war echt so aufgeregt,
dass ich schon in der Nacht von den Delfinen träumte. Wir waren 4 nue
Volunteere(Tammy aus England, Delfine aus Frankreich, Annika und Ich) und ein
Erfahrenes (Kathie aus England). Diese strahlte auch die tiefste Ruhe aus.
Alles ganz Easy!!
Erstmal ein Tee!.
Naja und dann hieß es warten. Warten darauf, dass die Delfine Lust haben einen
kleinen Snack zu sich zu nehmen.
Dann war es endlich
so weit. Einer der Ranger gab per Funkspruch durch, dass er Delfine gesichtet
hat. Dies mussten wir nun protokollieren. Danach checkten wir, welche davon
gefüttert werden konnten.Tammy und Delfin wogen die Fische ab und ich schrieb
die Ergebnisse auf eine Tafel.
"Fishroom to the
beach, this is your 5 minutes notice"- Diesen Funkspruch mussten wir
durchgeben, um den Rangern zu signalisieren, dass wir in den nächsten 5 Minuten
bereit sind, an den Strand zur Fütterung zu kommen.
So! und dann ging es
endlich an den Strand. Jeder hatte einen silbernen Eimer mit ca. 3 Fischen in
der Hand. Dieses Mal waren 2 Delfine dabei und ich hatte das Glück diese schon
Füttern zu dürfen. Naja ich persönlich habe die Delfine ja nicht gefüttert, ich
war die Jenige die direkt neben dem Delfin im Wasser stand und eine glückliche
Person aus der Menschenmenge auswählte, die den Delfin dann füttern durfte. Ich
dachte bei meiner ersten Fütterung nur: "Oh Gott Juliana fang bloß nicht
an zu heulen". Das war einfach eine unbeschreiblich tolle Erfahrung den
Delfin so nah an sich zu spüren und ihn direkt in die Augen zu schauen. Nachdem
die 3 Fische verfüttert waren hieß es raus aus dem Wasser und gleiches Spiel
von vorne- warten bis die Delfine wieder kommen.
Was für ein genialer
Job! 4 Stunden am Beach verbringen, Kaffee trinken, mit dem Fernglas auf
Entdeckungstour gehen, mit Touristen quatschen und einfach nur warten dass die
Delfine an den Strand kommen.
So toll dieser Job
auch ist, 5 Tage reichen dann aber. Eine Tolle Erfahrung war es auch zu sehen,
wie dankbar die ausgewählten Menschen einem sind. Einige wollten sogar ein Foto
von mir machen :)
Neben dem Füttern der
Delfine gab es aber auch noch andere spannende Dinge in Monkey Mia. So konnte
ich mal wieder meine Laufschuhe schnappen und am Beach entlang joggen. Dabei
habe ich einen ganz kleinen toten Babyhai entdeckt. Seine Geschwister wurden
schon von der Monkey Mia Crew aufgesammelt. Ein Ranger erzählte mir, dass diese
Lemonsharks wohl von Anglern getötet wurden. Außerdem fand ich etwas weiter ein
Skelet von einer Schildkröte.
Jeden Abend gab es im
Konferenzraum von Monkey Mia einen kleinen Vortrag über das Leben in der Shark
Bay. Ich habe richtig Lust bekommen in einem der vielen Projekte als Volunteer
zu arbeiten. Aber dafür wäre ein Tauchschein vom Vorteil.- Mal sehen, was das
weitere Reisen so mit sich bringt :)-
An einem Abend
lernten wir dann 4 deutsche Backpacker kennen, die mit einem Van unterwegs
sind. Da Sarah, Annika und Ich am nächsten Nachmittag in den National Park
fahren wollten und dieser nur mit einem 4wd zu erreichen ist, haben wir die
anderen 4 gleich mitgenommen. Ich wollte unbedingt einen Hai sehen und fragte
im Vorwege einen Ranger, wo die Chance dafür am größten sei. Skip Jack Point
war seine Antwort. Also nichts wie hin. Dort angekommen lernten wir 7 dann zwei
nette Australier kennen, die mit uns den restlichen Nachmittag verbrachten und
uns zum Abschluss einen natürlichen heiß-wasser Pool zeigten. Hier genossen wir
den Sonnenuntergang und verabredeten uns zu einem Bierchen im Monkey Mia
Resort. Die beiden Jungs hatten einen richtig guten Pick Up. Eine rollende
Disco quasi. Und so ergab es sich, dass wir am letzten Abend in Monkey Mia
unsere eigene kleine Privatparty auf dem Platz feierten.
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