Freitag, 10. August 2012

Monkey Mia



Das Wwoofen neigte sich dem Ende und der Abschied von Trisch viel relativ leicht, da wir alle wussten, dass wir uns am Freitag zum BBQ wiedersehen würden. Trotzdem wurden noch schnell ein paar Abschiedsfotos gemacht und dann ging es endlich los zu den Delfinen. In Monkey Mia angekommen mussten wir als erstes eine Schranke durchqueren. Hier verlangte man bereits "Eintrittsgeld".

Monkey Mia kann man sich wie eine große Ferienanlage vorstellen. Am Eingang bezahlt man entweder für den Campingplatz oder für einen kleinen Bungalow. Jedoch wird beim Passieren der Schranke eine Gebühr von den Tagesgästen verlangt. Diese Gebühr mussten wir ein Glück nicht bezahlen. Jedoch für den Campingplatz. Auch wir als Volunteers. 10% Rabat konnten wir dann aber noch rausschlagen :)

Um 14 Uhr hatten Annika und Ich unsere Einweisung. Uns wurde erklärt, dass jeden Morgen zwischen 8 und 12 Uhr, 5 Delfine gefüttert werden. Zwar kommen mehrere Delfine an den Strand geschwommen, doch sind 5 dafür speziell ausgesucht: Puck, Nicky (gerade schwanger), Picollo, Shock und Piper. 20% des Tagesbedarf werden ihnen an jeden Morgen zugefüttert- wenn sie dann kommen. Nicht immer haben sie Lust. Theoretisch finden jeweils 3 Fütterungen statt, kommen sie nur 2 Mal, dann fällt die Dritte aus. Auch werden die Fische, welche die Delfine bekommen, vor jeder Fütterung abgweogen, dies wird zusätzlich protokolliert. Nach unserer Einweisung war ich erstmal richtig aufgeregt. Ich hatte zwar alles verstanden, aber wie es dann in der Praxis auszusehen hat, konnte ich mir noch gar nicht so recht vorstellen.

Nun hieß es erstmal Sarah suchen, die leider nicht mit uns mitarbeiten konnte. Stolz präsentierte ich ihr mein neues Monkey Mia T-shirt. Nachdem wir unseren Stellplatz gefunden hatten ging es erstmal an den Strand. ahhhh-Delfine!! Ganz nah am Strand. Ein tolles Bild: Wir auf dem Steg bei Sonnenuntergang und in der Gesellschaft der Delfine. Einfach nur herrlich.

Am nächsten Morgen hieß es um halb 8 bereit für den neuen Job sein. Oh Gott ich war echt so aufgeregt, dass ich schon in der Nacht von den Delfinen träumte. Wir waren 4 nue Volunteere(Tammy aus England, Delfine aus Frankreich, Annika und Ich) und ein Erfahrenes (Kathie aus England). Diese strahlte auch die tiefste Ruhe aus. Alles ganz Easy!!

Erstmal ein Tee!. Naja und dann hieß es warten. Warten darauf, dass die Delfine Lust haben einen kleinen Snack zu sich zu nehmen.

Dann war es endlich so weit. Einer der Ranger gab per Funkspruch durch, dass er Delfine gesichtet hat. Dies mussten wir nun protokollieren. Danach checkten wir, welche davon gefüttert werden konnten.Tammy und Delfin wogen die Fische ab und ich schrieb die Ergebnisse auf eine Tafel.

"Fishroom to the beach, this is your 5 minutes notice"- Diesen Funkspruch mussten wir durchgeben, um den Rangern zu signalisieren, dass wir in den nächsten 5 Minuten bereit sind, an den Strand zur Fütterung zu kommen.

So! und dann ging es endlich an den Strand. Jeder hatte einen silbernen Eimer mit ca. 3 Fischen in der Hand. Dieses Mal waren 2 Delfine dabei und ich hatte das Glück diese schon Füttern zu dürfen. Naja ich persönlich habe die Delfine ja nicht gefüttert, ich war die Jenige die direkt neben dem Delfin im Wasser stand und eine glückliche Person aus der Menschenmenge auswählte, die den Delfin dann füttern durfte. Ich dachte bei meiner ersten Fütterung nur: "Oh Gott Juliana fang bloß nicht an zu heulen". Das war einfach eine unbeschreiblich tolle Erfahrung den Delfin so nah an sich zu spüren und ihn direkt in die Augen zu schauen. Nachdem die 3 Fische verfüttert waren hieß es raus aus dem Wasser und gleiches Spiel von vorne- warten bis die Delfine wieder kommen.

Was für ein genialer Job! 4 Stunden am Beach verbringen, Kaffee trinken, mit dem Fernglas auf Entdeckungstour gehen, mit Touristen quatschen und einfach nur warten dass die Delfine an den Strand kommen.

So toll dieser Job auch ist, 5 Tage reichen dann aber. Eine Tolle Erfahrung war es auch zu sehen, wie dankbar die ausgewählten Menschen einem sind. Einige wollten sogar ein Foto von mir machen :)



Neben dem Füttern der Delfine gab es aber auch noch andere spannende Dinge in Monkey Mia. So konnte ich mal wieder meine Laufschuhe schnappen und am Beach entlang joggen. Dabei habe ich einen ganz kleinen toten Babyhai entdeckt. Seine Geschwister wurden schon von der Monkey Mia Crew aufgesammelt. Ein Ranger erzählte mir, dass diese Lemonsharks wohl von Anglern getötet wurden. Außerdem fand ich etwas weiter ein Skelet von einer Schildkröte.

Jeden Abend gab es im Konferenzraum von Monkey Mia einen kleinen Vortrag über das Leben in der Shark Bay. Ich habe richtig Lust bekommen in einem der vielen Projekte als Volunteer zu arbeiten. Aber dafür wäre ein Tauchschein vom Vorteil.- Mal sehen, was das weitere Reisen so mit sich bringt :)-

An einem Abend lernten wir dann 4 deutsche Backpacker kennen, die mit einem Van unterwegs sind. Da Sarah, Annika und Ich am nächsten Nachmittag in den National Park fahren wollten und dieser nur mit einem 4wd zu erreichen ist, haben wir die anderen 4 gleich mitgenommen. Ich wollte unbedingt einen Hai sehen und fragte im Vorwege einen Ranger, wo die Chance dafür am größten sei. Skip Jack Point war seine Antwort. Also nichts wie hin. Dort angekommen lernten wir 7 dann zwei nette Australier kennen, die mit uns den restlichen Nachmittag verbrachten und uns zum Abschluss einen natürlichen heiß-wasser Pool zeigten. Hier genossen wir den Sonnenuntergang und verabredeten uns zu einem Bierchen im Monkey Mia Resort. Die beiden Jungs hatten einen richtig guten Pick Up. Eine rollende Disco quasi. Und so ergab es sich, dass wir am letzten Abend in Monkey Mia unsere eigene kleine Privatparty auf dem Platz feierten.

Bevor wir MM verließen frühstückten wir mit den anderen Deutschen leckere Pfannkuchen. Dann hieß es vorerst Abschied nehmen und zurück zu Trisch. Die ja zu eiem leckeren BBQ geladen hatte.

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