Mittwoch, 22. August 2012

Karijini National Park und der rote Sand


Angekommen im National Park überlegten wir uns ersteinmal, ob wir die Eintrittsgebühren von $11 bezahlen sollten und wir entschieden uns dagegen :). Kontrolliert eh keiner. Danach fuhren wir auf dierektem Wege zum Visitor Center. Der Lonely Planet meinte, dieses sei der Knüller. Dort machten wir uns erstmal schlau, wo im Park gecampt werden darf. Nachdem alles abgecheckt war machten wir uns auf eine erste kleine Entdeckungstour zu den Klippen. Wahnsinn kann ich dazu nur sagen. Wie im Film. An einer Stelle konnte man die Klippen hinunter steigen und in einem naturellen Pool baden. Von oben gesehen, konnten wir die vielen anderen Touristen gar nicht erkennen, die sich dort ein Sonnenbad genehmigten. Das Wetter war mal wieder perfekt und wir nutzten die Gelegenheit für eine kleine Erfrischung im Forcesture Pool. Angesichts der Uhrzeit beschlossen wir nicht mehr weiter zu wandern und unser Campingquartier aufzusuchen. Uns wurde im Vorwege dazu geraten die Gorges (Schlucht) ab 15 Uhr zu verlassen. Da es dort ziemlich schnell abkühlt und die Dunkelheit einen plötzlich überraschen kann. Für den nächsten Tag nahmen wir uns die Weano Gorges vor. Hierbei mussten wir mehrere kleine Wasserbecken durchqueren. Ziemlich abgefahren, auch, weil die Schluchten überhaupt nicht abgesichert sind. Überall liegen abgebrochene Felsbrocken herum. Vor einigen Jahren ist ein Mitglied des Rettungstrupps bei dem Versuch, einen verletzten Backpacker aus der Schlucht zu bergen, ums Leben gekommen. Diese Stelle darf nun nicht mehr betreten werden, da die Gefahr sich zu verletzen einfach zu groß ist.

Es ist ganz schön Lobenswert, in welchem Lebensalter sich noch einige Menschen auf diese Wander bzw. Kletterwege begeben. Einfach sind diese Strecken nicht gewesen, doch lohnt sich die Anstrengung allemahl. Ich kann diese Landschaft leider nicht mit Worten ausdrücken, aber vielleicht schaffen es ja die Fotos ein wenig.
An einem Tag sind Sarah und ich noch den Mount Bruce bestiegen. Dies ist der zweitgrößte Berg Westaustraliens. Auch hier wieder das gleiche Spiel. Anfangs gestaltete sich der Weg recht simpel doch später musste man richtig an der Felswand hochklettern. Sarah wurde dies zu gefährlich, so dass ich die letzten Meter alleine hoch bin. Den Gedanken "Was passiert, wenn ich jetzt abrutsche"- muss man dabei einfach verdrängen, dann klappts auch :) Oben angekommen hatte ich einen tollen Ausblick. Unter anderem auf die Miene von Karijini. Die Mienenindustrie boomt hier in Westaustralien. Viele können sich dort mit Glück eine goldene Nase verdienen. Harte Arbeit wid in Australien fleißig belohnt.
Auf dem Weg hinunter zum Fuße des Berges begegneten wir noch andere Backpacker, die tatsächlich mit Flip Flops! den ganzen Weg gewandert sind. Naja solche Leute trafen wir bei den Gorges zu genüge. Sogar ein Kind mit gebrochenen Arm und eine schwangere Frau kamen uns entgegen.
Das Beste an diesem Park waren die eng aneinanderliegenden Felswände, durch die wir hindurch laufen mussten, aber auch der rote Sand, der an allem haften bleibt, mit dem er in Berührung kommt, war ein kleines Highlight.
Nach 6 Tagen ohne Dusche gönnten wir uns aber doch mal eine richtige Dusche. Beim Visitor Center kostete diese nur $2. Außerdem stand uns ausnahmsweiße kurzzeitigg heißes Wasser zur Verfügung, so dass wir ein wenig Klamotten schnell mal Waschen konnten. Der rote Sand erwieß sich jedoch als sehr hartnäckig.
Nachdem wir uns ein letztes Mal eine Erfirschung in einem der naturellen Pools genhemigten, machten wir uns weiter in Richtung Port Headland.

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